Beschreibung*
Klonalitätsnachweis von Lymphozyten (in isolierten mononukleären Zellen aus Vollblut und Knochenmarkaspirat) mittels Typisierung der T-Zell Rezeptor Rearrangements via PCR und anschließender Fragmentlängenanalyse.
Ziel und Zweck der Untersuchung
Der PCR-basierte Nachweis von klonalen T-Zell-Rezeptor Rearrangements kann für die Identifizierung von Klonalitäten in atypischen lymphoproliferativen Erkrankungen, zur Unterstützung bei der Unterscheidung zwischen reaktiver Läsion und hämatologischer Malignität, zur Identifizierung von Tumor-spezifischen TCR Gen Rearrangements, für die Beurteilung des Therapieerfolgs und zur Verlaufskontrolle verwendet werden.
Prinzip des Verfahrens
Jede T-Zelle weist eine individuelle, einzigartige TCR-Genkonfiguration auf. Diese Variabilität kommt durch die Kombination der unterschiedlichen Genloci für das T-Zellrezeptor Rearrangement zu Stande. Während zwei Domänen konstant sind können die joining (J) und die variable (V) während der T-Zellreifung zufällig rearrangiert werden. Durch diesen Prozess kommt es bei einer gesunden T-Zellpopulation in einer PCR, welche die die entsprechenden Regionen amplifiziert zu einem polyklonalen Bild. Bei Neoplasien und Vorliegen einer Proliferation eines T-Zell-Klons, kann diese monoklonale Polpulation nachgewiesen werden. Die PCR Produkte werden dann mittels hochauflösender Kapillarelektrophorese aufgetrennt und mittels Fluoreszensmarkierung sichtbar gemacht. Der im ZIMCL verwendete Assay basiert auf den international empfohlenen Primern (Kollaborations-Gruppe BIOMED-2; Van Dongen. Leukemia. 2003).
Literatur
- van Donggen et al. Design and standardization of PCR primers and protocols for detection of clonal immunoglobulin and T-cell receptor gene recombinations in suspect lymphoproliferations: Report of the BIOMED-2 Concerted Action BMH4-CT98-3936. Leukemia. 2003; 17:2257–2317. - Expert Opin. Med. Diagn. Immunoglobulin/T-cell receptor clonality diagnostics. 2007; 1(4):451-461.
Ergebniseinheit
Einheiten(sonstige)
Qualitative Analyse: Klonalität nachweisbar / nicht nachweisbar
Synonyme
Klonalitätsnachweis T-Zell-Rezeptor-Rearrangement Rearrangement TCR
Analysenfrequenz
1-2x/Monat
Nachforderungsmöglichkeit der Analyse
(Stunden, Tage)
24h
Spezimen
(Plasma, Serum, Harn)
EDTA-Vollblut, Knochenmark
Sammelperiode
nicht zutreffend
Mindestvolumen pro Anforderung vor Zentrifugation
(vor Zentrifugation)
zumindest 5ml EDTA-Blut bzw. 3-5ml Knochenmark
Abnahmegefäß inkl. Zusatzstoffe
K-EDTA Monovette
Abnahmegefäß inkl. Zusatzstoffe(sonstige)
Heparinisierte Spritze für Knochenmarkaspirat
Spezielle Präanalytik - Probentransport
Probenanlieferung von intern bei RT, von extern bei längerer Transportdauer Temperatur stabilisiert bei 15-25°C, nicht frieren!
Messbereich
Klonalität nachweisbar / nicht nachweisbar
Allgemeine Störungen
(z.B. Lipämie, Hämolyse, Bilirubinämie)
- Unzureichende DNA-Ausbeute (zu geringe Zellzahl im Primärmaterial, Primärmaterial geronnen) - Unzureichende DNA-Qualität (Degradierung, inadäquate Präanalytik) - Heparinkontamination der Probe
Kreuzreaktionen
(z.B. immunologisch)
nicht zutreffend
Kennzeichnung des Analyse-Verfahrens nach MPG / IVDR
CE-IVD und In-house Leistungsbewertung
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